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Toy Story 2
Schon der dritte abendfüllende CGI-Film aus dem Hause
Pixar nach "Toy Story 1" und "Das große Krabbeln". Und erneut
hat John Lasseter einen Riesencoup gelandet: Der Film spielte in Amerika über
240 Millionen Dollar ein. Er ist damit der zweiterfolgreichste Trickfilm in
Amerika und verdrängte "Disneys
Aladdin" auf Platz drei. Damit
nicht genug, ist er auf der Bestenliste der erfolgreichsten Trickfilme aller
Zeiten derzeit auf Platz 5. Zusätzlich gab es den "Golden Globe Award"
als beste Filmkomödie.
Dieser Erfolg ist tatsächlich mehr als verdient. Hier hat man den seltenen
Fall, dass die Fortsetzung noch besser ist als der erste Teil. Wieder stehen
die beiden Spielzeuge Woody, der Cowboy und Space Ranger Buzz Lightyear im Mittelpunkt
der Geschichte. Hinzu kommen noch eine Reihe weiterer liebenswerter Spielzeugcharaktere.
Diesmal macht sich Buzz und einige Gefährten auf zur Rettung von Woody,
der dem schmierigen Spielzeugsammler Al in die Hände fällt. Der entführte
Woody findet heraus, dass er zu einer ganzen Spielzeugserie gehört, die
zu Sputnikzeiten sogar eine eigene Fernsehshow (Woody`s Roundup) hatten. Zu
seinem "Roundup" gehören noch das jodelndes Cowgirl Jessie, sein
treues Pferd Bullseye und der alte Goldgräber Stinke Piet. Dieses nun wieder
vollständige Quartett soll nach Tokio in ein Museum gebracht werden. Wird
Buzz dies verhindern können und will Woody überhaupt zu seinem Andy
zurückkehren?
Wirklich eine spannende und amüsante Story, die rundherum überzeugt.
Neben den schon bekannten Figuren aus dem ersten Teil wird der Kosmos der Spielzeuge
noch erweitert. So sind jetzt beispielweise eine Reihe von Barbie-Puppen oder
ein weiterer Buzz Lightyear dabei.
Im Vergleich zum ersten Teil sind die Computeranimationen noch flüssiger
und perfekter geworden. 60 Animatoren sowie 90 Cheftechniker arbeiteten an der
Produktion, in die 90 Millionen Dollar flossen - dreimal soviel wie beim ersten
Teil. Auch die Darstellung der Menschen ist jetzt ausgefeilter; dennoch wirken
die menschlichen Figuren immer noch unrealistischer als die Spielzeuge.
Im Abspann wird dann noch die witzige Idee aus "Das große Krabbeln"
wieder aufgenommen. Erneut gibt es Cut-Outs, also angeblich aus dem Film herausgeschnittene
Szenen, die vermasselt wurden. In einer Sequenz sind mit Gustl und Flic sogar
zwei der Hauptdarsteller aus diesem Film dabei.
Zusätzlich sind im Film eine Reihe liebevoller Anspielungen versteckt.
So ist der Puppendoktor, der Woody repariert, der Schachspieler aus "Geri`s
Game" (Oscar 1997). Die Szene als Dino dem Wagen hinterherrennt stammt
aus - na? - richtig "Jurassic Park".
Und ein Seitenhieb kriegt auch Mattel ab, die die Barbie-Puppen herstellen.
Eine Barbie meint, "dass kurzsichtige Geschäftsleute 1995 nicht genug
Spielzeug geordert hätten" - als damals Toy Story 1 herauskam, hatten
Spielzeugfirmen wie Mattell, dem Film keine Chancen eingeräumt. Eine kleine
kanadische Firma stellte schließlich die Figuren zum Film her und kam
nach dem Erfolg von Toy Story 1 nicht mit der Produktion hinterher.
Originaltitel |
Toy Story 2 |
Produktionsfirma |
Pixar Animation Studios und Walt Disney Prod., USA |
Regie |
John Lasseter |
Co-Regie |
Lee Unkirch, Ash Brannon |
Ausführende Produzenten |
Sarah Mcarthur |
Original-Story |
John Lasseter, Pete Docter, Ash Brannon, Andrew Stanton |
Drehbuch |
Andrew Stanton, Rita Hsiao, Doug Chamberlin, Chris Webb |
Musik |
Randy Newman |
Jahr |
1999 |
Länge |
95 Minuten |
