aladdin
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Aladdin

Erstmals verließ Disney, den europäischen Märchen- und Sagenschatz und bediente sich bei der berühmten, orientalischen Märchensammlung "Märchen aus 1.001 Nacht". Darin enthalten sind so bekannte Geschichten wie die "Abenteuern von Sindbad, dem Seefahrer", "Ali Baba und die vierzig Räuber" und eben auch die Geschichte von "Aladin und die Wunderlampe". Natürlich wurde die Originalerzählung nach Disneys Bedürfnissen umgestrickt. Und dies mit riesigem Erfolg: Über 218 Millionen Dollar wurden allein in den USA eingespielt - erfolgreichster Film 1992 und vierterfolgreichster Animationsfilm weltweit (502 Mio. Dollar).

Die Geschichte spielt im Morgenland, in der Stadt Agrabah. Dort teilt ein älterer, ziemlich verspielter Sultan seiner lieblichen Tochter Jasmin mit, dass sie gemäß dem Gesetz innerhalb von drei Tagen zu heiraten hat. Von dieser Idee hält die emanzipierte Prinzessin nun überhaupt nichts und geht stiften. Bei ihrer Flucht trifft sie auf dem Basar den (Tage-)dieb Aladdin, der zusammen mit seinem Äffchen Abu, die Gassen und Dächer von Agrabah unsicher macht. Zwar werden sie zunächst wieder getrennt, aber die Liebe hat bereits zugeschlagen.

Nachdem wir den Helden vorgestellt haben, nun zum Bösewicht. Im Palast heckt der böse Großwesir und Zauberer Dschafar mit seinem Helfer, dem Papagei Jago, finstere Pläne aus. Dschafar will Jasmin heiraten, um an den Thron zu kommen - die altbekannte Geschichte also. Um seine Pläne zu verwirklichen soll Aladdin für ihn eine Wunderlampe aus einer Höhle stehlen. Zwar findet Aladdin die Lampe tatsächlich und noch einen (computeranimierten) fliegenden Teppich, aber statt die Gegenstände an Dschafar weiterzugeben, entdeckt Aladdin selbst, dass in der Lampe ein mächtiger Geist wohnt, der ihm drei Wünsche erfüllen kann.

Mit dem blauhäutigen Dschinni wird die eigentliche Hauptfigur des Films eingeführt. Dieser Geist aus der Lampe ist völlig verrückt, quasselt in einem fort jede Menge wirres Zeug, schlüpft im Irrsinnstempo in alle möglichen Rollen, reist durch die Zeiten, ändert Form, Farbe, Stimme. Ein turbulenter, sympathischer Chaot und im amerikanischen Original eine Sprecher-Paraderolle für Robin Williams (im deutschen ist Peer Augustinski auch sehr gut). Williams hat durch seine Späßchen im Studio erst dafür gesorgt, dass die Rolle ausgebaut wurde. Es gab allerdings später böses Blut zwischen ihm und Katzenberg, denn Williams wollte seine Rolle nicht in den Filmankündigungen herausgehoben sehen, um seinen gleichzeitig laufenden Film "Toys" nicht zu schaden. Daran hielt man sich aber nicht und erst mit einem Picasso und vielen Entschuldigungen konnte die Sache bereinigt werden - Williams sprach dann den Dschinni wieder beim zweiten Videofilm..

Dieser verrückte Geist macht nun Aladdin zu einem Prinzen, denn nur so glaubt er um die Hand der Prinzessin Jasmin anhalten zu können. Doch dabei vergisst er, sorgfältig auf seine Lampe Acht zu geben, die sich prompt Dschafar unter den Nagel reißt. Nun gehört die Lampe, und damit die Zauberkraft des Dschinni, ihm - aber Aladdin darf nun beweisen, dass ein echter Held in ihm steckt.

Die gelungene Mischung aus Romantik, temporeicher Action und wilden Gags brachte nicht nur jede Menge Piaster in die Kassen, sondern der Film heimste 1993 gleich noch zwei "Oscars" ein. Einmal mehr für den besten Song und die beste Musik. Nominiert war er sogar für fünf "Oscars".

Der erfolgreiche Film fand (bisher) zwei Fortsetzungen auf Video:
1994: Dschafars Rückkehr
1996: Aladdin und der König der Diebe
Dazwischen gab es eine ebenfalls erfolgreiche und sehenswerte TV-Serie.

Auch bei "Aladdin" haben sich die Zeichner einen Spaß erlaubt und bekannte Trickfiguren aus anderen Disney-Filmen versteckt. Wer genau hinschaut kann bei dem Spielzeugen des Sultan Figuren aus "Die Schöne und das Biest" entdecken. Außerdem gibt es "Pinocchio" und "Sebastian" aus "Arielle" kurz zu sehen.
Computeranimation kommt eher noch spärlich zum Einsatz: Beim Teppich, dem sprechenden Tigerkopf und bei einem Lavastrom.

Die Schreibweise von "Aladdin" mit zwei "d" soll übrigens angeblich deshalb gewählt worden sein, damit man die Figur urheberrechtlich schützen und somit vermarkten konnte.

Originaltitel

Aladdin

Produktionsfirma

Walt Disney Productions

Produzenten

Ron Clements, Judd Lynn, John Musker

Ko-Produzenten

Donald W. Ernst, Amy Pell

Regie

John Musker, Ron Clements

Story

Roger Allers, Ron Clements, Ted Elliott, John Musker, Terry Rossio

Originalvorlage

Motive aus Märchen "Aladdin und die Wunderlampe" aus 1001 Nacht

Musik

Alan Menken (Score), Howard Ashman, Tim Rice (Texte)

Jahr

1992

Länge

90 Minuten

Internet

http://www.duck-film.de/film/aladdin.htm
http://us.imdb.com/Title?0103639

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