Aladdin - Dschafars Rückkehr
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Aladdin: Dschafars Rückkehr

Die Video-Fortsetzung schließt inhaltlich direkt an den Kinoerfolg des Disney-Films von 1992 an und spielt zeitlich also vor der zweiten Videofortsetzung von 1996 (Aladdin und der König der Diebe) und der gelungenen TV-Serie (1994). Da die TV-Serie im gleichen Jahr wie das Video auf dem Markt war, konnten einige Figuren wie zum Beispiel der Bösewicht El Fatal, der im Kinofilm noch nicht vorgekommen war, zum ersten Mal vorgestellt werden.

Zunächst steht aber eine andere Figur im Mittelpunkt, die der Zuschauer schon aus dem Kinofilm kannte. Der gierige, sarkastische und hinterhältige Papagei Jago, der seinem Herren, dem Zauberer Dschafar treu gedient hat. Dank dem listigen und wagemutigen Aladdin, konnte der ehemalige Großwesir in der Lampe vom Dschinni an seiner Statt festgesetzt werden, aber natürlich sinnt er in seinem ungewöhnlichen Gefängnis auf Rache. Doch Jago hat keine Lust mehr sich von seinem ehemaligem Herrn rumkommandieren zu lassen und entsorgt die Lampe einfach in der Wüste.

Er selbst fliegt nach Agrabah, um dort wieder an Macht zu kommen, dabei trifft er aber auf Aladdin und rettet ihn, eher ungewollt, das Leben. Aus Dankbarkeit führt Aladdin den scheinbar Geläuterten wieder am Hofe des Sultans ein – die Skepsis von Prinzessin Jasmin, ihrem Vater und Abu, Aladdins ebenfalls nicht immer ehrlichem tierischen Begleiter bleibt aber groß. Und schon bald wird Jagos Loyalität auf eine harte Probe gestellt, denn der nicht sehr helle, aber gemeine Gauner El Fatal hat zufällig die Lampe gefunden und den Geist daraus befreit.

Er hat als Dank die bekannten drei Wünsche frei, die Dschafar aber zu seinen Gunsten manipulieren möchte. Angriffsziel: Der Palast des Sultans und Rache an Aladdin. Dem wurde unterdessen das vakante Amt des Großvisiers angetragen. Zwischenzeitlich taucht dann auch endlich der Dschinnie aus seinem „Urlaub“ in den Dimensionen und Zeiten auf. Der heimliche Star des Kinofilm sorgt sofort mit seinen hektischen Verwandlungen für jede Menge Spaß.

Nun ist das Quartett komplett, dass auch der TV-Serie die besondere Note gab: Ein verrückter Dschinnie, ein sarkastischer Papagei, der sich mit Vorliebe mit dem frechen Affen Abu herumstreitet und ein abenteuerlustiger Ex-Dieb. Zuvor muss Jago allerdings erst zeigen, wem seine Loyalität wirklich gilt, denn Dschafar entführt den Sultan und schiebt dessen angebliche Ermordung Aladdin in die Schuhe. Natürlich kommt es aber dann doch noch zum Happy End.

Insgesamt ist im Orient also wieder eine Menge los und Spaß wechselt sich mit Aktion ab. Anders als im Film gibt es aber eine Reihe von Gesangseinlagen, die hier und da über einige Längen des Films hinwegretten sollen. Leider hat man dabei nicht die Möglichkeit genutzt etwas exotischere Klänge beizumengen, sondern bleibt beim routinierten Musical-Singsang. Grafisch orientiert man sich bei dieser Videoproduktion erwartungsgemäß eher an die TV-Serie als an den aufwändigeren Kinofilm. Das stört aber nicht sehr stark, denn dank der originellen Charaktere bleiben Witz und Spannung – trotz der vorhersehbaren Handlung – auch bei dieser Fortsetzung erhalten.

Originaltitel

Jafar`s Return

Produktionsfirma

Walt Disney Television Animation

Produzenten

Tad Stones, Alan Zaslove

Regie

Toby Shelton, Tad Stones, Alan Zaslove

Story

Duane Capizzi, Douglas Langdale, Mark McCorkle, Robert Schooley, Tad Stones

Musik

Mark Watters, Harvey Cohen, John Given u.a.

Jahr

1994

Länge

66 Minuten

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