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Arielle, die Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau Arielle lebt unter dem Meer und hat einen großen Traum: Sie ist fasziniert von der Welt außerhalb des Meeres und möchte sie endlich einmal kennen lernen. Doch ihr Vater Triton, der Gott des Meeres, ist strikt dagegen, denn er weiß, dass Menschen gefährlich und böse sind.
Eines Tages jedoch gerät das Schiff von Prinz Erik in einen gewaltigen Sturm. Nur die Hilfe von Arielle bewahrt den Thronfolger vorm Ertrinken. Natürlich ist es Liebe auf den ersten Blick und Arielle ist nun zu allem bereit, um an Land leben zu können.

Diesen Wunsch kann ihr die böse Meerhexe Ursula erfüllen - eine von Disneys besten Bösewichtern. Diese Zauberin, halb menschlich, halb gewaltige Krake, gewährt Arielle drei Tage als Mensch, um in dieser Zeit die Liebe von Prinz Erik zu gewinnen. Als Pfand muss die kleine Nixe ihren wertvollsten Besitz dafür hergeben - ihre wundervolle Stimme.

An Land gelingt es Arielle tatsächlich auch ohne ihre Stimme, den Prinzen für sich zu gewinnen. Aber als sie kurz davor steht, den "Kuß der wahren Liebe" von Erik zu erhalten, greift Ursula selbst ein, um dies noch zu verhindern.
Anders als in Andersens Märchen gibt es bei Disney ein dramatisches Finale und natürlich ein "Happy End".

Mit "Arielle" brachte Disney endlich wieder einen Qualitätsstandard in die abendfüllenden Trickfilme zurück, den man einige Jahre schmerzlich vermißt hatte. Es gab außerdem tolle Songs ("Unter dem Meer", "Küss Sie doch"), witzige Charaktere wie den ängstlichen Fisch Fabius oder die musikalische Krabbe Sebastian, dazu mit "Ursula" eine richtig fiese Hexe und alles garniert als überzeugend erzählte Story mit guter Animation; ein echter Disney-Trickfilmspaß also.

Belohnt wurde der Film mit zwei "Oscars" und "Golden Globes": In beiden Fällen für die Musik.
Grund genug für den Disney-Konzern, mit "Arielle" nochmals Geld zu verdienen. Neben einer TV-Serie (1992-94), wurde der Spielfim im Jahre 1998 erneut überarbeitet in die Kinos gebracht. Neu waren z.B. die Sprecher: So übernahm jetzt im Original Robin Williams die Rolle als Sprecher von Sebastian, in der deutschen Synchronisation wurde Jan Josef Liefers als Prinz Erik eingesetzt. Neu eingespielt wurden zudem die Songs, Bild und Ton wurden überarbeitet.
Zwei Jahre später folgte dann eine gelungene Fortsetzung als Videoveröffentlichung: "Arielle 2: Sehnsucht nach dem Meer". Darin geht es um Arielles und Eriks Tochter Melody.

Wer das Video oder noch besser die DVD hat, sollte mal das Video beim Einzug von Triton in die Arena anhalten. Wenn man genau hinschaut, sieht man unter der Gefolgschaft der Meerfrauen und -männer auch die bekannten Figuren von Donald, Goofy und Micky. Es war außerdem der letzte Disney-Film, der allein von Hand gezeichnet wurde. Über 1.000 Farben wurden auf 1.100 Hintergründen verwendet. Insgesamt kam man auf über eine Million Zeichnungen.

 

Originaltitel

The Little Mermaid

Produktionsfirmen

Walt Disney Productions; Silver Screen Partners IV

Produzenten

Howard Ashman; John Musker

Regie

Ron Clements; John Musker

Buch

Roger Allers; Ron Clements; John Musker

Originalvorlage

Hans Christian Andersen

Musik

Alan Menken (Musik); Howard Ashman (Texte)

Jahr

1989/1998

Länge

82 Minuten

Internet

www.duckfilm.de

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