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Arielle,
die Meerjungfrau 2: Sehnsucht nach dem Meer
Märchen sind eine praktische Sache
1.) Die Geschichten enden mit einem Happy End - Disney sorgt auch bei den
traurigeren von Hans Christian Andersen dafür.
2.) Es wird geheiratet "...und sie lebten glücklich bis an ihr
Lebensende" - aber dank Fortsetzungen erfahren wir, wie es den Figuren
weiter ergeht, bzw. deren Kindern. In diesem Falle der kleinen Tochter Melody
von Königin Arielle, einst
Meerjungfrau, und König Erik, zuvor schöner Prinz.
Bei einer Zeremonie wird die kleine Thronfolgerin den Meermenschen vorgestellt.
Doch nicht nur geladene Gäste wie der Meereskönig Triton und Sebastian die
chaotische Krabbe sind dabei, sondern es taucht noch eine ungebetene Besucherin
auf. Die böse Ursula aus Teil Eins wird zwar nicht reanimiert, aber sie hat
noch eine jüngere und dünnere Schwester Morgana, die ebenfalls scharf auf die
Macht von Tritons Dreizack ist. Ihr Versuch Melody zu entführen geht zunächst
schief, aber die besorgte Mutter versucht nun alles, um das Kind vom Meer
fernzuhalten. Als weiterer Aufpasser wird Sebastian eingesetzt, der auch hier,
wie schon bei Arielle, seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Das soll sich aber
erst Jahre später zeigen.
Genauer gesagt zwölf Jahre später. Melody ist zu einem Teenager herangewachsen,
die heimlich ihren Genen folgt - und die ziehen sie immer wieder hin zum
verbotenen Meer. Hinzu gerät sie mit ihrer wilden, ungestümen Art ganz nach der
Mutter und kann mit den anderen adeligen Kindern bei Hofe wenig anfangen. Da
ihre Mutter nur Verbote ausspricht und sie nicht über ihr maritimes Vorleben
aufklärt, passiert genau das, was verhindert werden sollte - sie gerät unter
den Einfluss von Morgana.
Sie hat zusammen mit dem in eine mickrige Makrele verwandelten Riesenhai und
einigen Rochen ihre Machtpläne noch nicht aufgegeben. Durch die Verwandlung von
Melody in eine Meerjungfrau gewinnt sie zunächst das Vertrauen des Mädchens.
Dann erfindet sie eine schauerliche Geschichte, in der ein
"gestohlener" Dreizack eine wichtige Rolle spielt. Die frisch
gebackene Meerjungfrau erklärt sich bereit nach Atlantika zu schwimmen und
ihrem Großvater - dessen Existenz ihr ebenfalls verschwiegen wurde - das Symbol
der Macht zu stehlen. Begleitet wird sie dabei von zwei lieben Möchtegern-
Helden, dem Pinguin Tip und dem Walross Top.
Der Diebstahl erweist sich als ziemlich einfache Aktion und so kommt es in
Morganas Versteck zur Entscheidung, ob sie ihrer Mutter mehr glaubt als ihrer
neuen Vertrauten. Und dann geht es noch einmal so richtig rund.
Hat man in der TV-Serie noch
etwas über Arielles Abenteuer vor der Begegnung mit Prinz Erik erfahren, wird
im Videofilm die Geschichte spannend und unterhaltsam weitergesponnen. Im
Mittelpunkt ein klassischer Mutter - Tochter Konflikt, wobei hier zu viel mütterlicher
Beschützerinstinkt zu Auflehnung und Streit führt. Neben den bekannten Figuren,
die man teilweise deutlich hat altern lassen, gibt es auch einige interessante
neue Personen. Zwar kommt weder Melody an die Spritzigkeit ihrer der jungen
Arielle noch Morgana an die Bosheit ihrer Schwester heran, aber beide
Charaktere sind gelungen in Szene gesetzt. Etwas verwirrend fand ich nur, dass
in der deutschen Synchronisation Morgana die selbe Stimme hatte wie Ursula,
alle anderen bekannten Figuren bekamen hingegen neue verpasst - insbesondere
die von Sebastian ist fürchterlich.
Gute Songs und ordentliche Animation runden das Bild ab. Der Film hätte glatt
im Kino bestehen können.
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Originaltitel |
The Little Mermaid II:
Return to the Sea |
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Produktionsfirma |
Walt Disney Television Animation; Walt Disney Pictures |
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Produzenten |
Leslie Hough; David Lovegren |
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Regie |
Jim Kammerud; Brian Smith |
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Buch |
Elizabeth Anderson;
Temple Mathews |
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Musik |
Danny Troob; Songs: Alan Menken u.a. |
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Jahr |
2000 |
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Länge |
70 Minuten |
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Internet |
