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Das Dschungelbuch
Disneys Version von Rudyard Kiplings Erzählungen "Das
Dschungelbuch/Moglis Geschichten" (1894) hat mal wieder wenig mit dem
Original zu tun. Angeblich soll Walt Disney sogar den Mitarbeitern verboten
haben, das Original vorher zu lesen. Das macht aber überhaupt nichts, denn das
erfahrene Zeichner- und Produktionsteam hat aus Kiplings Erzählungen einen der
erfolgreichsten und besten Disney-Filmen geschaffen. Dazu trägt nicht zuletzt
die brillante Musik bei. Ohrwürmer wie "Probier´s mal mit Gemütlichkeit
(The Bear Necessities)" oder "Ich wäre gern wie Du" sind echte
Klassiker geworden. Folglich wird der Film mit schönster Regelmäßigkeit wieder
aufgeführt: 1978, 1984, 1990, 2000. Allein im Kino sollen den Film so weltweit
mehr als 23 Millionen Zuschauer gesehen haben. Hinzu kommen ungezählte Fans,
die sich das Video/DVD gekauft haben - und immer wieder lockt er neue (oder
alte) Fans in die Kinos. Die müde Fortsetzung von 2003 wird dem Original sicherlich
auch nichts anhaben können.
Besonders macht den Film auch, dass dieser 19. abendfüllende Disney-Film der letzte
war, an dem Walt Disney noch selbst beteiligt war.
Für die wenigen, die die Geschichte nicht mehr zusammenkriegen: Der Waise
Mogli wächst unter den Tieren des Waldes auf. Eines Tages eröffnet ihn der
Panter Baghira, dass er den Dschungel verlassen muss, um wieder unter den
Menschen zu leben. Schuld ist die drohende Rückkehr des menschfressenden Tigers
Shir Khan. Mogli will aber ein Leben unter den Menschen nicht akzeptieren und
flieht. Auf seiner Flucht trifft er zunächst auf Balu, den Bären, der ihn beibringt
ein richtiger Bär zu sein - das heißt "Probier´s mal mit
Gemütlichkeit". Im bisher erfolgreichsten Disney-Film "Der König der Löwen" wird
diese Philosophie des "Hakuna Matata" wieder übernommen.
Mogli fühlt sich auch von Balu verraten und landet beim Affenköng Louie, der in
einer alten Tempelanlage mit seiner Affenbande haust und vom Menschenkind das
Geheimnis des Feuers erfahren will. Die dramatische Rettungsaktion beinhaltet
die witzigsten Szene des Films, als der verkleidete Balu mit den Affen
herumtanzt.
Wieder geht Mogli stiften und seine Odyssee führt schließlich weiter zur
Schlange Kaa, die ihn hypnotisiert. Aber die gefährlichste Konfrontation steht
ihm noch bevor: Der Menschen fressende, mächtige Tiger Shir Khan hat Appetit
auf Menschenfleisch.
Selten gelang es den Machern von Disney seither wieder so originelle Tiercharaktere mit mitreißenden Musiknummern zu paaren. Die Witze sind hinreißend, die Geschichte hat Tempo und Dramatik - hier haut alles hin. Natürlich wirken einige Szenen heutzutage für das an aufwendige Computergrafiken gewöhnte Auge nicht mehr so attraktiv, aber hier ist wirklich alles noch reine Handarbeit.
Auch dieser Disney-Film wurde für einen Oscar nominiert: "The Bear Necessities"
als bester Song konnte die begehrte Trophäe aber nicht erringen. Neben
regelmäßigen Wiederaufführungen gab es noch zwei TV-Serien zum Film.
Im Jahr 1990 wurde Balu in der Serie "Käpt´n Balu und seine tollkühne Crew" zu einem
waghalsigen Piloten und im Jahre 1996 erzählte die Serie "Die Dschungelbuch-Kids"
von den Kinderabenteuern der Dschungelbewohner.
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Originaltitel |
The
Jungle Book |
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Produktionsfirma |
Walt Disney Productions |
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Produktionsleiter |
Don A. Duckwall |
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Regie |
Wolfgang
Reitherman |
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Story |
Larry
Clemmons; Ralph Wright; Ken Anderson; Vance Gerry |
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Originalvorlage |
Rudyard Kiplings "Das Dschungelbuch-Moglis Geschichten" |
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Musik |
George Bruns (Musik) Terry Gilkyson ("Bare
Necessities"); |
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Jahr |
1967 |
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Länge |
78
Minuten |
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Internet |
disney.go.com/disneyvideos/animatedfilms/thejunglebook/homepage.htm |
