Ducktales-Der Film
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Ducktales - Der Film: Jäger der verlorenen Lampe

Der große Erfolg von "Ducktales - Neues aus Entenhausen" ließ das Management bei Disney nicht lange zögern, gleich einen Kino-/Videofilm hinterher zu schicken, um die Begeisterung der Fans weiter zu befriedigen. Heraus kam dabei zwar ein weiteres spannendes Ducktales-Abenteuer, das aber die TV-Vergangenheit nicht abstreifen konnte.
 
Wieder einmal dienen die Geschichten aus 1001 Nacht als reiche Fundgrube für eine actionreiche Handlung - sie sollten zwei Jahre später bei "Aladdin" erneut von Disney geplündert werden. Doch zunächst macht sich Dagobert Duck auf die Suche nach dem legendären Schatz des Collie Baba. In seinem Team dürfen natürlich nicht die drei Neffen Tick, Trick und Track fehlen, dann Quack (hier "Quax"), der Meister für Bruchlandungen und nicht besonders helle sowie die kleine Ducky (hier "Webby"). Auf Seiten der Bösewichte stehen dieses Mal nicht die Panzerknacker oder Gundel Gaukelei, sondern ein Zauberer namens Merlock mit seinem Gehilfen Dijon. Der dient sich den ahnungslosen Schatzsuchern als Führer an und so gelingt es ihnen tatsächlich den Ducks, das in einer Pyramide versteckte Gold und Geschmeide  zu entreißen. Dabei übersehen sie allerdings die legendäre Wunderlampe, die sich Webby für ihr Tee-Service (?!) geschnappt hatte. Die beraubten Abenteuer erkennen zunächst auch nicht die Bedeutung der alten Öllampe. Erst in Entenhausen wird der darin lebende Genie zufällig befreit. Er hat zwar bei weitem nicht den Witz und das anarchistische Potenzial des blauen Schutzgeistes aus Aladdin, aber zumindest reicht es, um einige Verwirrung bei Dagobert zu stiften.
Ungemach droht aber wiederum vom bösen Zauberer und seinem Gehilfen. Sie haben inzwischen erkannt, was ihnen durch die Lappen ging und versuchen nun, an das mächtige Zauberutensil zu kommen. Dabei erweist sich Dijon erfolgreicher als sein Herr und schwingt sich zum neuen mächtigen und reichen Gebieter von Entenhausen und Dagoberts Geldspeicher auf. Dass dies nicht so bleibt dafür sorgen schon Dagobert und seine Neffen und mit ihrem letzten Wunsch wird aus einem Geist ein richtiger Junge. Kennen wir auch schon aus Aladdin oder Pinocchio - aber Happy End muss nun mal bei Disney sein.

Trotz einiger rasanter und witziger Szenen merkt man dem Film seine TV-Herkunft immer wieder an. Daran kann auch nichts ändern, dass ein engagiertes Team von 500 Personen bei der Firmenneugründung "Disney Movietoons" mit Begeisterung an die Produktion ging. Die eingesetzten CGI-Effekte verpuffen weitgehend und die Story kommt doch sehr familienfreundlich, um nicht zu sagen harmlos, und vorhersehbar daher.
Immerhin kamen aber in den USA 18 Millionen Dollar zusammen und der alte Geizknochen Dagobert bei dieser Gelegenheit zu seinem ersten Kinofilm-Auftritt. An den Einnahmen war er wahrscheinlich beteiligt.
 

Originaltitel

DuckTales: The Movie - Treasure of the Lost Lamp

Produktionsfirmen

Walt Disney Animation France S.A.; Walt Disney Pictures

Regie

Gaëtan Brizzi, Paul Brizzi, Bob Hathcock, Clive Pallant,
Mathias Marcos Rodric, Vincent Woodcock

Produzenten

Bob Hathcock, Jean-Pierre Quenet

Drehbuch

Carl Barks, Alan Burnett

Musik

David Newman

Jahr

1990

Länge

71 Minuten

Homepage

www.duckfilm.de/film/dtmovie.htm

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