eisbaer
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Der kleine Eisbär

Die Geschichten des kleinen Eisbären Lars am kalten Polar, haben schon im Kinderbuch weltweit Erfolge feiern können. Ab 1992 folgten dann kurze Trickfilme in "Der Sendung mit der Maus". Für diese liebevoll gemachte Serie gab es den "Goldenen Spatz" und "The New York Festivals Gold Medal". Das gleiche Team unter der Leitung von Thilo Graf Rothkirch ("Tobias Totz") setzt nun die Geschichten auf der großen Leinwand fort. Und dabei ging der besondere Reiz der Zeichnungen trotz dezentem Einsatz von Computeranimation nicht verloren. Im Gegensatz zum fast gleichzeitig gestartetem Film "Kommando Störtebeker", der auf ein eher erwachsenes Publikum abzielte, lockte der kleine Eisbär weit mehr Zuschauer in die Kinos (über 3,0 Mio. Zuschauer) - und sicherlich nicht nur Kinder und deren Eltern.

Der Zeichentrickfilm hatte Premiere am Weltkindertag und es gab für die UNICEF ("Children's Aid Society") eine hohe Spende. Nicht nur deshalb ein gelungener Start für einen gelungenen Film.

Der Film besteht eigentlich aus zwei locker verbundenen Geschichten. Zunächst geht es um eine ungewöhnliche Freundschaft. Lars ist immer zu Abenteuern aufgelegt. Seine Freunde sind das Eisbär-Mädchen Greta, die kleine Schneegans Pieps und der schnelle Schneehase Lena. Als Lars sich eines Tages ein Snowboard aus einer alten Holzplanke baut, stürzt er kopfüber in ein Eisloch. Da er noch nicht schwimmen kann, droht er zu ertrinken. Ausgerechnet eine kleine Robbe (Robby) - sonst Nahrung der Eisbären - rettet Lars. Von nun an sind die beiden gute Freunde, was den anderen Eisbären aber überhaupt nicht gefällt. Schließlich konkurrieren Robben und Bären um die gemeinsame Nahrungsgrundlage Fisch. Bevor es zu ernsthaften Schwierigkeiten kommt, findet Lars eine praktikable Lösung. Die Robben liefern Fisch und werden dafür von den Eisbären gegen Robbenjäger beschützt.

Jedoch taucht einige Zeit später ein noch größeres Problem auf. Die lebensnotwendigen Fische verschwinden, aber auch Lars ist weg. Er ist auf einer Eisscholle aufs Meer getrieben worden, wo er auf ein riesiges, unheimliches Schiff trifft, das alles verschlingt, was im Meer lebt. Als ihm sein Vater Mika und die anderen Eisbären nicht glauben, macht sich Lars auf die gefährliche Reise zur Menschensiedlung. Hier lernt er das freundliche Eskimomädchen Manili kennen, mit der Lars gegen "das große Maul" vorgeht, das ihre gemeinsamen Lebensgrundlagen bedroht.

Der liebevoll animierte Film mit einer Reihe sympathischer Figuren soll nicht nur in Deutschland die Kinder begeistern. Mit den "Warner Bros." hat man einen Vertrieb für den amerikanischen Markt gefunden und tatsächlich kam der Film im Herbst 2003 dort in die Kinos. Eine Trickserie mit 13 halbstündigen Folgen baut  den Erfolg weiter aus. Zudem ziert der kleine Eisbär in Deutschland eine Jugend-Briefmarke und ein Kinder-Musical gibt es auch schon.
 

Produktionsfirmen

Rothkirch Cartoon Film, Warner Bros.

Produzenten

Thilo Graf Rothkirch, Willi Geike

Regie/Drehbuch

Piet De Rycker, Thilo Graf Rothkirch

Drehbuch

Bernd Schrickel, Thomas Wittenburg

Vorlage

Niederländer Hans de Beer

Musik

Nigel Clarke, Michael Csányi-Wills

Jahr

2001

Länge

78 Min

Internetseite

www.derkleineeisbaer.de

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