Fantasia2000
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Fantasia 2000

Eines der ehrgeizigsten Projekt aus dem Hause Disney wurde für das neue Millenium erneut aufgegriffen: 1940 brachte Walt Disney mit "Fantasia" einen Trickfilm in die Kinos, mit dem er sich einen Herzenswunsch erfüllte. Acht klassische Stücke wurden genial bebildert und selbst heute beeindrucken einige der Segmente immer noch durch ihren Einfallsreichtum.

Walt Disney war mit seinem ehrgeizigen Projekt seiner Zeit weit voraus und die geringen Einnahmen brachten damals die Firma an den Rand des Ruins. Die Pläne für "Fantasia" waren ursprünglich noch weiter gespannt: So waren für die "Nußknacker- Suite" Blumendüfte geplant und einige Szenen waren in 3D geplant.
Den hohen technischen Standard strebt man auch in der Neuauflage an: Zunächst lief "Fantasia 2000" nur in einigen ausgewählten IMAX-Kinos weltweit - in Deutschland nur in Speyer. Erst mit knapp einem halben Jahr Verspätung kam der Film dann auf die normalen Kinoleinwände.

Anders als im Original werden verschiedene Zeichenstile verwandt - neben dem traditionellem Zeichenstil gibt es jetzt natürlich auch am Computer animierte Sequenzen - und die einzelnen Episoden werden diesmal von bekannten Schauspielern wie Bette Midler oder Steve Martin oder Musikern wie Quincy Jones (sehr amerikanisch) eingeführt. Gleich geblieben ist natürlich die Idee klassische Musikstücke per Animation zum Leben einzuhauchen. In der Reihenfolge ihres Auftritts sind dies:
1.) Ludwig van Beethoven: Symphony No. 5 - Die alte Geschichte Gut gegen Böse wird diesmal abstrakt dargestellt (traditionelle und Computeranimation)
2.) Ottorino Respighi: Die Pinien von Rom - Fliegende Wale in einer 3D-Computeranimation
3.) George Gershwin: Rhapsody in Blue - Verschiedene Charaktere in Manhattan des Jazz-Zeitalters
4.) Dmitri Shostakovich: Der standhafte Zinnsoldat - Das bekannte Märchen in traditioneller und Computeranimation
5.) Camille Saint-Saens: Der Karneval der Tiere - Ein Flamingo und ein Yo-Yo
6.) Paul Dukas: Der Zauberlehrling - Dieses Segment stammt aus dem Original - Micky Maus als Zauberschüler
7.) Edward Elgar: Pomp und Circumstance - Donald Duck darf Noah helfen die Tiere in die Arche zu treiben
8.) Igor Stravinski: Der Feuervogel - Das Thema von Leben und Wiedergeburt wird hier durch einen Wald, der wieder zu neuem Leben erblüht.

Natürlich kann "Fantasia 2000" nicht so Bahn brechend sein wie sein Vorgänger, aber ich muss mich den Kritikern anschließen, die etwas mehr Innovation und Risikofreude erwartet hätten. Die Auswahl an Musikstücken hat mir persönlich gut gefallen, die Animation und die Umsetzung der Musik war teilweise superb. "Rhapsody in Blue" war mit seinem karikaturhaften Stil am wenigsten typisch Disney, kurz und sehr spaßig "Karneval der Tiere" und ebenfalls sehr witzig Donald als Helfer auf der Arche Noah. Bombast pur die "Pinien von Rom" und der Abschluss "Feuervogel" beide dick aufgetragen, aber was fürs Auge. Immer noch kann Micky als "Zauberlehrling" im neuen Jahrtausend mithalten.

Ein Kinovergnügen, das Kinder langweilen wird, aber uns erwachsene Trickfilmfans hoffen lässt, dass "Fantasia III" nicht wieder einige Jahrzehnte auf sich warten lässt.

Originaltitel

Fantasia 2000

Produktionsfirma

Walt Disney

Produzent

Don Ernst

Ausführender Produzent

Roy E. Disney

Musik

Chicago Symphonie Orchester

Regie

Ludwig van Beethoven: Symphony No. 5 - Pixote Hunt
Ottorino Respighi: Die Pinien von Rom - Hendel Butoy
George Gershwin: Rhapsody in Blue - Eric Goldberg
Dmitri Shostakovich: Der standhafte Zinnsoldat - Hendel Butoy
Camille Saint-Saens: Eric Goldberg
Paul Dukas: Der Zauberlehrling - James Algar
Edward Elgar: Pomp und Circumstance - Frances Glebas
Igor Stravinski: Der Feuervogel - Paul and Gaetan Brizzi

Jahr

1999/2000

Länge

75 Minuten

Internetadresse

disney.go.com/DisneyPictures/fantasia2000

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