Goofy Film Plakat
Copyright Disney


Der Goofy Film

Der Titel dieses Kinofilms ist eine Irreführung. Zwar spielt die aus einer Reihe klassischer Cartoons und Comics bekannte Disney-Figur Goofy eine Hauptrolle, aber tatsächlich basiert der Film auf der durchaus erfolgreichen Fernsehserie "Goofy und Max". Wollte man hier bewusst verschleiern, dass es sich mal wieder um eine der beliebten TV-Adaptionen fürs Kino handelte? Was auch dahinter stecken mochte, jedenfalls ist - wenn man nicht die Messlatte eines üblichen Disney-Kinofilms anlegt - ein ganz ordentlicher Film entstanden. Als Videopremiere wäre der Film allerdings besser aufgehoben gewesen. Aber sicherlich wollte man mit Kino- und Videoauswertung den Umsatz nach oben treiben - mit "Ducktales, der Film" hatte man diesbezüglich schon ordentlich verdient. Mit über 35 Millionen Einnahmen in den USA, konnte "Goofy" seine Kosten wohl wieder einspielen.

Wie in der Fernsehserie steht der allein erziehende Vater Goofy und sein Sohn Max im Mittelpunkt. Andere Figuren der Serie allerdings spielen keine bemerkenswerte Rolle. Auch spielt die Handlung einige Jahre nach der Fernsehserie, denn aus Max, d ist inzwischen ein älterer Teenager geworden. Er ist absoluter Fan von "Powerline", ein Popstar der Machart Michael Jackson. Aber auch sein Interesse an Mädchen ist voll entwickelt: Max große Liebe ist die niedliche Roxane. Problematisch hingegen ist sein Verhältnis zu Goofy, denn in einem Alter, in dem "cool sein" alles ist, ist ein tölpelhafter Vater nicht gerade angesagt.
Goofy will deshalb mit einem gemeinsamen Camping-Ausflug das alte Vertrauensverhältnis wiederherstellen. Dumm nur, dass Max seiner Flamme versprochen hat, mit ihr auf eine Party zu gehen. Da hilft nur eine Notlüge. Und so behauptet er, dass er mit seinem Vater nach Los Angeles fährt, um live bei Powerline mitzutanzen. Der Rest des Films schildert nun die diversen Abenteuer auf den Weg zum großen Auftritt und wie sich Vater und Sohn dabei wieder näher kommen.

Für die Kinofassung wurde die Animation der Serie etwas aufgemöbelt, erreicht aber nicht das hohe Niveau, dass man bei Kinofilmen von Disney gewöhnt ist. Zu dieser Zeit gehörte es sich zudem, dass in einem Disney gesungen wurde. So auch hier. Insgesamt ist es ein recht witziger Film mit einigen anrührenden Momenten geworden, den man sich immer mal wieder auf Video oder Fernsehen anschauen kann.
Eine kleine Reminiszenz an Micky Maus ist bei genauen Hinsehen zu beobachten: Beim Konzert von "Powerline" tauchen diese verräterischen Ohren in der Menge auf.
 

Originaltitel

A Goofy Movie

Produktionsfirma

Walt Disney Productions

Produzent

Dan Rounds

Ko-Produzenten

Michael Serrian

Regie

Kevin Lima

Drehbuch

Jynn Magon, Chris Matheson, Brian Pimental

Originalvorlage

TV Serie "Goofy und Max" (Goof Troops)

Musik

Carter Burwell, Tevin Campbell, Don Davis u.a.

Jahr

1995

Länge

74 Minuten

Internet

www.duck-film.de/film/goofy.htm
www.geocities.com/Hollywood/7451/

 

Mein Gästebuch