Heavymetal FAKK
Copyright: Helkon Media

Heavy Metal F.A.K.K.2

F.A.K.K. steht für "Federal Assigned Ketogenic Killzone": Das wiederum steht als Warnung für alle Raumpiloten vor Gebieten, in dem alles Leben auf Kohlenstoffbasis endet - also auch alles menschliche. Es steht aber auch für die Welt Eden, die sich als F.A.K.K. 2 vor unliebsamen Besuchern schützt.
Eines Tages ist es jedoch mit der Ruhe vorbei, als eine alten Prophezeiung wahr wird und das absolut Böse in der Person von Taylor das ländliche Paradies heimsucht. Taylor wurde durch die Berührung mit dem Schlüssel der Unsterblichkeit zu einem gewissenlosen Killer - siehe Effekt den der "Herr der Ringe" hat. Nun sucht er die sagenumwobene Quelle der Unsterblichkeit, die ihn zum Tyrannen des Universums machen würde.
Die Zerstörung Edens überleben nur die Kampfpilotin Julie Strain und ihre Schwester. Während die Schwester in Taylors Hände fällt, mutiert Julie zu einer waffenstarrenden Kampfamazone, die nur das Ziel hat, ihre Schwester zu befreien und ihre Welt zu rächen.

Diese kanadisch-deutsche Koproduktion basiert auf dem Comic "The Melting Pot" von Kevin Eastman, Simon Bisley und Eric Talbot. Der Film hat eine lange Produktionsgeschichte hinter sich und es kam doch ziemlich überraschend, dass schließlich 18 Jahre nach "Heavy Metal 1" noch eine Art Fortsetzung in die Kinos kommt. Die Verbindungen zum Vorgängerfilm sind aber gering:
Zwar geht es wieder gewalttätig und mit viel Sex zur Sache, aber diesmal nicht in verschiedenen Stories, sondern in einer durchgehenden Geschichte.
Aus dem ersten Film kennt man auch die Inkarnation des absolut Bösen, das hier in der Gestalt von Taylor Tod und Zerstörung bringt. Schließlich kommen auch die Fans von harter Rock-Musik wieder auf ihre Kosten. Der Titel passt dann auch besser zur Musik als zur Comic-Zeitschrift, die Erwachsenen-Comics bot.

Die Kritiker nahmen den Film eher mit gemischten Gefühlen auf. Zwar wird ein Anti-Disney begrüßt, aber die übermäßige Brutalität und schwache Geschichte können nur wenig überzeugen. Und nicht nur die Story steht in der Kritik, sondern auch die Animation (Computergrafik und traditioneller Zeichentrick) ist nur streckenweise gelungen umgesetzt. Die Altersfreigabe ab 18 Jahren ist inzwischen auf 16 Jahre runtergesetzt worden, denn was teilweise als Animé so auf die Bildschirme kommt ist noch weitaus brutaler und sexistischer. Im Kino floppte der Streifen erwartungsgemäß.

Originaltitel Heavy Metal 2000
Produktionsfirmen CineGroup Animation (Montreal), Trixter Film (München), Helkon Media (Verleiher)
Regie Michael Lemire und Michael Coldewey
Drehbuch R. Payne Cabeen, Kevin Eastman, Carl Macek
Vorlage Comic "The Melting Pot" von Kevin Eastman, Simon Bisley und Eric Talbot
Ausführender Produzent Philipe Diaz, Werner König, Jacques Pettigrew
Musik Frederic Talgorn
Jahr 1999
Länge 87 Minuten
Internetadresse http://www.heavymetal-fakk2.de/

 

Mein Gästebuch