hilfe!Ich bin ein Fisch
Copyright Munich Animation Film GmbH


Hilfe! Ich bin ein Fisch

Hilfe! Ich sehe aus wie ein Don Bluth Film, oder wie ein Disney vor rund 10 Jahren.
Nachdem die Disney-Filme in letzter Zeit nicht mehr so richtig wie Disney-Filme aussehen und man immer wieder vom üblichen Disney-Schema abweicht oder damit experimentiert - also weniger/kein Gesang, weniger rundliche Animation, ein älteres Zielpublikum (siehe "
Ein Königreich für ein Lama") - gibt es Filme, die diese Lücke schließen.

"Hilfe! Ich bin ein Fisch" gehört dazu. Es gibt Musik, sprechende Tiere zuhauf (hier Fische), die Linienzeichnung ist weich und man zielt doch eher auf jüngere Zuschauer, ohne dabei jedoch das ältere Publikum auszuschließen.

Die Geschichte beginnt damit, dass die Kinder Fly, Stella und Chuck nicht auf das Verbot ihrer Eltern hören und ohne Erlaubnis zum Angeln gehen. Als es anfängt zu regnen, flüchten die Drei in ein nahe gelegenes Haus, in dem der Wissenschaftler Professor Mac Krill an der Zukunft der Menschheit bastelt. Diesmal kommt dabei aber nicht der "neue Prometheus" heraus, sondern ein Trank, der Menschen in Fische verwandeln kann.
Achtung! Jetzt gibt es eine Lektion in Sachen Umwelt: Wie man weiß, sorgen die Menschen für ein immer größer werdendes Ozonloch und im Schlepptau somit für eine Klimaerwärmung - eine der Folgen davon wiederum, ist das raschere Abtauen der Pole und folglich der Anstieg des Meeresspiegels. Wenn also alles überflutet wird, ist ein Verwandlungstrank "Aus Mensch mach Fisch" eine ideale Problemlösung.

Dumm nur, dass die kleine Stella versehentlich davon trinkt und sich prompt in einen Seestern verwandelt. Noch dümmer ist, dass Fly es nicht mitbekommen hat und seine verwandelte Schwester ins Meer wirft. Fly nimmt als nächstes einen Schluck, um Stella zu retten, und wird zu einem Fisch. Schließlich ist auch noch Chuck an der Reihe und mutiert zur Qualle.

Im Meer vereint gehen die Probleme für die Drei gleich weiter, denn der Rückverwandlungstrank ist einem Hai und seinem Lotsenfisch Joe in die Flossen gefallen. Durch ihn wird Joe nicht nur zum Halb-Mensch, Halb-Fisch-Wesen, sondern auch intelligent und machthungrig. Er beginnt jetzt eine Diktatur aufzuziehen.
Keine leichte Aufgabe also für die drei neuen Meeresbewohner an den Trank zu kommen, um sich wieder zurückzuverwandeln - besonders da die Zeit abläuft und ewiges Fisch-Dasein droht.

Insgesamt nahm die Kritik diese deutsch-dänisch(-irische) Co-Produktion weitgehend wohlwollend auf. Auf deutscher Seite steckt mit Eberhard Junkersdorf (Studio Munich Animation) ein Macher dahinter, der schon zwei andere Animationsfilme produziert hat: "Die furchtlosen Vier" (1997) und "
Tobias Totz und sein Löwe" (1999).

"Hilfe! Ich bin ein Fisch" ist bisher seine aufwendigste Arbeit. Die Mischung aus herkömmlicher und 2D-/3D-Computeranimation, benötigte 280.000 Reinzeichnungen und machte den Film mit rund 27 Millionen Mark Produktionskosten zum bisher teuersten europäischen Zeichentrickfilm.
In Dänemark kam der Film schon glänzend an - so sind rund eine halbe Million Besucher auf den ersten Blick nicht viel, bei einer Gesamteinwohnerzahl Dänemarks von etwa 5 Millionen ist das dann aber schon beeindruckender. Der Titelsong von der Teenie Band "Little Trees" schaffte prompt den Sprung an die dänische Chartspitze. Einen Preis gab es auch schon: Im Jahr 2000 wurde der "Children's Jury Award" des Chicago International Children's Film Festivals eingeheimst.

Originaltitel Hjælp, jeg er en fisk; Help! I´m a Fish
Co-Produktion von Munich Animation Film GmbH mit A-Film ApS, Egmont Imagination,
EIV Entertainment Filmproduktion, TerraGlyph Rights Limited unter Beteiligung von TV2 Danmark
Regie Michael Hegner und Stefan Fjeldmark
Produzenten Anders Mastrup, Eberhard Junkersdorf, Russell Boland
Vorlage Stefan Fjeldmark und Karsten Külerich
Drehbuch Stefan Fjeldmark, Karsten Külerich, John Stefan Olsen
Musik Sören Hyldgaard
Jahr 2000
Länge 80 Minuten
Homepage http://www.ichbineinfisch.de/

 

Mein Gästebuch