HotDogs
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Hot Dogs - Wau, wir sind reich!

Wuff, das sind unsere Vorgänger
Schon in einer Reihe von Trickfilmen standen der Menschen bester Freund im Mittelpunkt des Geschehens. Disney stellte mit "Susi und Strolchi" die Probleme dar, die Hunde aus sozial unterschiedlichen Milieus miteinander haben oder ließ mit "101 Dalmatiner / Pongo und Perdita" gleich ein ganzes Rudel gepunkteter Vierbeiner auf die Kinoleinwände los. Andere wie "Balto" standen als Rettungshunde im Dienst der Menschen.

Jaul, das ist die Handlung!
In dieser deutschen Produktion ist es diesmal ein streunender Labradormischling namens Jonny Duchess, kurz J.D., der sich aus Gründen der besseren internationalen Vermarktung in Manhattan durchschlagen muss. Er wird nach einer turbulenten Rettungsaktion Mitglied im Hause der liebenswerten alten Miss Lilly. Diese Lady liebt nicht nur Blues-Musik, sondern ist auch noch flott auf ihrer Harley Davidson unterwegs. Sie hat zudem aus ihrer alten Villa ein Heim für herrenlose Hunde gemacht. Hier haben die Hunde Velvet - ein echtes Girlie - der Wachhund Sherman, der weltraumverrückte Chuffie, Zirkushündin Bella sowie der freche Papagei Emmo ein neues Zuhause gefunden. Jetzt braucht die Geschichte natürlich auch noch die Bösen. Die treten diesmal in Gestalt der lieben Verwandtschaft auf. Es sind die geldgierigen und hässlichen (Typ Cruella) Zwillinge Hannie und Ronni Krabbe. Beide lieben sie ihr Erbtantchen und hoffen auf ihr baldiges Ableben, um an die Villa - natürlich ohne Viecher - zu kommen.

Tatsächlich lassen die Macher in einer kleinen, aber ergreifenden Szene die Dame dahinscheiden. Das gesamte Erbe, immerhin eine Million in bar und die Villa, fällt sehr zum Ärger der Zwillinge an die verhassten Tiere.
Aber wie es so ist mit dem Geld - es macht allein nicht glücklich. Der neue Reichtum wird in vollen Zügen genossen, aber die Gemeinschaft fällt auseinander als jeder nur noch seinen eigenen Interessen frönt. Dies wollen die Zwillinge nutzen: Laut einem Hundeparagrafen verlieren die Tiere ihr Erbe, sobald sie ihr Heim mehr als 48 Stunden verlassen. Geschickt werden mit Hilfe eines Tierpsychologen die Träume der Bewohner ausgenutzt und jeder in eine Falle gelockt – nur der Streuner J.D. hatte schon zuvor enttäuscht der Gemeinschaft den Rücken gekehrt. Aber er macht sich auf, seine ehemaligen Freunde zu befreien und die Zwillinge wieder aus der Villa zu vertrieben.

Bell, was sollen wir davon halten?
Ihr merkt, die Geschichte hat sogar eine Moral und es wird ziemlich gut gezeigt wie rasch Geld und egoistisches Streben nach der Erfüllung der eigenen Träume eine Gemeinschaft auseinander bringen kann. So werden aus Träumen rasch Alpträume. Leider geht der Geschichte doch ziemlich der Witz und der richtige Drive ab. Die Charakterisierung der Tiere noch gelungen, aber insbesondere die Zwillinge wirken völlig überzogen und sind nicht besonders lustig.

Der Regisseur Michael Schömann, der zuvor das behäbige "Die Abenteuer von Pico und Columbus" gemacht hatte, ist ein bekennender Fan der Filme von Don Bluth. Das merkt man insbesondere den Zeichnungen an.
In der Summe kann man drei Knochen von fünf Knochen verteilen, denn der Film sichert dank ordentlicher Animation bei ansprechender Geschichte zumindest ganz nette Unterhaltung.
 

Produktionsfirmen

ORB Film und TV Production
Coproduzenten: EIV Entertainment; ZDF

Produzenten

Michael Schömann, Dietmar Kabitz

Drehbuch

Karin Howard, Joe Steuben

Regie

Michael Schömann

Idee

Ute Schömann-Koll

Musik

Gregor Narholz; Tobias Gad; Jacqueline Nemerin

Jahr

1998

Länge

84 Minuten

Internetseite

www.kinoweb.de/film99/MillionaireDogs/

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