krabbeln
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Das grosse Krabbeln

Wieder ein gelungener CGI-Streich von Pixar´s John Lasseter. "Das grosse Krabbeln" lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem anderen CGI-Insekten-Film "Antz" (Dreamworks/PGI), welcher Film es zuerst auf die Leinwand schaffen würde. Gemacht hat das Rennen zwar "Antz", aber den grösseren Erfolg heimste das bonbonbunte Abenteuer der Ameise Flik ein.

Der Held aus dem Insektenreich macht sich auf die Suche nach Unterstützung gegen eine Plage, die sein Ameisenvolk jährlich bedroht. Es sind schmarotzende Heuschrecken, die von den fleißigen Ameisen Nahrungsmittel als Tribut für den Winter eintreiben. Als die verträumte, aber erfindungsreiche Ameise Flik ein Unglück verursacht, bei dem die Abgaben an die Heuschrecken vernichtet werden, macht er sich auf, sein Volk von der Knechtschaft zu befreien.
In der Stadt tut er eine Gruppe abgehalfterter Zirkusartisten auf. Er hält sie fälschlicherweise für eine Truppe käuflicher Helden, die Artisten wiederum glauben an ein Zirkusengagement. Die geknechteten Ameisen begrüssen ihre scheinbaren Retter mit großer Begeisterung, doch als die Artisten die Wahrheit hören, nehmen sie zuerst Reissaus doch Flik sollte sich nicht in seine neuen Freunde irren. Gemeinsam stellen sie den Heuschrecken eine Falle.
Die Insekten sind super getroffen - Ameisenkenner sehen großzügig darüber hinweg, dass Ameisen tatsächlich nicht 4, sondern 6 Beine haben. Die Charaktere sind liebenswert: Der Träumer und Erfinder Flik, die hübsche Prinzessin Atta, das Zirkus-Ensemble mit Gustl, der fetten Raupe, Dim, dem Nashornkäfer oder Manny, der Gottesanbeterin.

Man sieht dem Film die Arbeit an, die ein rund 60-köpfiges Team in der etwa dreijährigen Produktionszeit investierte. Zusätzliche Arbeit machte die eher selten angewandte Cinemascope-Technik. Sie kommt besonders bei Massenszenen toll zur Geltung, aber zwingt zu 20 bis 30 Prozent Mehrarbeit bei der Gestaltung der Hintergründe.
Nach vielen witzigen und hervorragend animierten Szenen, geht dieser Film viel zu schnell zu Ende. Im Abspann wird man als besonderer Gag noch mit einer Reihe sogenannter "Out-Takes" belohnt. Man kennt das ja aus verschiedenen Shows; hier werden die verunglückten Szenen gezeigt, die man wegen Hängern, Verhasplern oder ähnlichem neu drehen mußte. Bei einem Trickfilm gibt es so was natürlich nicht, (bestenfalls verunglückte Zeichnungen lassen sich vorstellen) aber dieser witzige Einfall macht einem die Insekten/Schauspieler noch sympathischer. Bei der Videofassung gibt es übrigens noch ein paar mehr dieser mißlungenen Szenen und zusätzlich den Pixar-Kurzfilm "Geri`s Game".

Originaltitel A Bug`s Life
Produktionsfirma Pixar Animation Studios und Walt Disney Prod., USA
Regie John Lasseter
Produktion Darla K. Anderson, Kevin Reher
Produktionsdesign William Cone
Drehbuch John Lasseter, Andrew Stanton, Joe Ranft
Musik Randy Newman
Jahr 1998
Länge 96 Minuten

 

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