
Copyright Disney/Pixar
Die Monster AG
Es ist schon ein Phänomen. Bisher hat die Produktionsfirma "Pixar" drei abendfüllende Trickfilme herausgebracht und sie waren alle ein riesiger kommerzieller und künstlerischer Erfolg. Selbst in dem Jahr als mit "Shrek" schon ein computergenierter Spielfilm mächtig abräumte, konnte der nun vierte Spielfilm aus der Schmiede von John Lasseter wieder die Herzen der Kritiker und des Publikums im Sturm erobern. Mit 236 Millionen Dollar fuhr der Film in den USA das drittbeste Ergebnis des Jahres 2001 ein! Und man konnte sogar den Erfolg von "Toy Story 2" noch toppen und weltweit zum zweitfolgreichsten Film aufrücken. Man kann "Disney" nur zum guten Näschen gratulieren, sich die Vermarktungsrechte an den Filmen von "Pixar" gesichert zu haben. So kann man sich mit Federn schmücken, die man in den letzten Eigenproduktionen doch kräftig lassen musste.
Wie schon bei "Toy Story" oder "Das große Krabbeln" geht es um das Leben im Verborgenen. Diesmal stehen jedoch nicht Spielzeuge oder Insekten im Vordergrund, sondern die überhaupt nicht schreckliche Welt schrecklicher Monster wird den Zuschauern vor Augen geführt. Dabei zeigt sich, dass Monster eigentlich gar nicht so fürchterlich sind und in ihrem Leben ganz "normalen" Jobs nachgehen. Diese Idee ist natürlich nicht völlig neu und in Trickserien wie "Aaahh!!! Monster" oder "Die kleinen Monster" zeigte sich, dass hinter einem schrecklichen Äußeren oft ein lieber Kerl steckt. Aber es wäre nicht "Pixar", wenn sie nicht doch etwas Besonderes aus dem Thema machen würden.
Das Leben in Monstropolis spielt sich also so ab wie in vielen
anderen Städten dieser Erde. Hauptarbeitgeber ist in dieser Metropole die
riesige Firma "Monster AG". Einige ihrer schrecklichsten Monster ziehen
jeden Abend durch geheimnisvolle Türen los, um den Kindern weltweit Schrecken
einzujagen. Die entsetzten Schreie der Kleinen werden nämlich durch eine
aufwendige Maschinerie in pure Energie umgewandelt - daher das Motto "Wir
erschrecken zu guten Zwecken".
Nun ist aber der direkte körperliche Kontakt mit einem Kind für Monster
hochgiftig, daher dürfen sie niemals berührt, geschweige nach Monstropolis
gelangen. Dieses Missgeschick unterläuft aber prompt dem erfolgreichsten
Grusel-Gespann vom AG-Chef Henry J. Waternoos: Das ist zum einen der launische
und geschwätzige Mike Glotzkowski, ein großes, grünes Einauge
(mit Kontaktlinse!) auf Beinen und der Techniker/Assistent im Team. Die eigentliche
Aufgabe des Erschreckens kommt dann dem gelernten "Erschrecker", einem
grünfellig-lilatüpfigem Yeti-Verschnitt namens James P. Sullivan ("Sulley")
zu. Und er ist darin so gut, dass er damit nicht nur Anerkennung und Bewunderung
im Betrieb erntet, sondern auch Missgunst durch einen achtbeinigen Schleimer
namens Randall Boggs.
Eines schönen Abends gerät Sulley dann doch an ein Mädchen, das
sich nicht vor ihm fürchtet. Schlimmer ist aber noch, daß er die
Kleine aus Versehen nach Monstropolis mitschleppt. Um nicht den Job zu verlieren
wird das Kind als Monster verkleidet und als Nichte Buh ausgegeben. Dass dies
nicht ohne weiteres klappt, dafür sorgt schon der fiese Randall Boggs.
Wie immer bei "Pixar" ist der Film gespickt mit
liebevollen Details und jeder Menge Gags. Neben einer aufwendigen Computeranimation
wird genauso viel Wert auf Charakterdesign und einer stimmigen Umgebung gelegt.
So wird das Leben in Metropolis detailreich gezeigt und die Arbeitsumgebung
der beiden Hauptcharaktere mit aufwenig gestalteten Figuren bevölkert.
Wieder gibt es eine Reihe versteckter Anspielungen wie z.B. ein Restaurant namens
"Harryhausen`s" und liebgewonnene Gewohnheiten wie Vorfilm - diesmal
"For the Birds" - und spassige Szenen im Abspann werden zum Glück
beibehalten.
Für die DVD gibt es zusätzlich einen weiteren Kurzfilm ("Mike´s
New Car") mit den beiden Helden, der in den USA auch in die Kinos zum Einsatz
kam als Vorfilm zur Wiederaufführung von "Roger Rabbit" und für
den "Oscar" nominiert wurde. Die DVD/Video wurde in den USA am ersten Tag gleich über fünf Millionen
mal verkauft.
Originaltitel |
Monster Inc. |
Produktionsfirma |
Pixar Animation Studios und Walt Disney Prod., USA |
Regie |
Peter Docter |
Co-Regie |
David Silverman; Lee Unkrich |
Produzent |
Darla Anderson |
Co-Produzenten |
John Lasseter; Andrew Stanton |
Drehbuch |
Dan Gerson; Andrew Stanton |
Musik |
Randy Newman |
Jahr |
2001 |
Länge |
80 Minuten |
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