Prinz von Aegypten
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Der Prinz von Ägypten

Hoch gespannt waren die Erwartungen an den ersten Trickfilm der neuen Superfirma "Dreamworks SKG". Wieder einmal trat ein Herausforderer an, um den Trickfilm-Giganten "Disney" auf ureigenem Terrain zu schlagen und wieder einmal blieb er unbesiegt.
Dabei hatte man doch alles richtig gemacht: Bei "Dreamworks SKG" steht das "K" für Jeffrey Katzenberg, der als Vater der Renaissance der Disney-Trickfilme gilt. Auf sein Konto geht auch der bislang erfolgreichste Trickfilm aller Zeiten "Der König der Löwen". Mit dem Komponisten Hans Zimmer hatte man zudem einen weiteren mehrfachen Preisträger (u.a. auch "König der Löwen") an Bord. Namhafte Animatoren, viel Know-how und zudem ein Stange Geld (77 Millionen Dollar Produktions- kosten) waren also vorhanden. Trotzdem war der Film kein großer Kassenschlager.
Schuld daran war sicherlich auch die Wahl der Story: Es wird die biblische Geschichte vom Exodus der Israeliten aus der Gefangenschaft der Ägypter erzählt. Ehrfurcht vor dem Original und wieder einmal das Problem, einen Trickfilm für ein erwachseneres Publikum machen zu wollen, brachte den Film trotz jeder Menge gespannter Erwartungen und Medienrummel nur einem bescheidenen Erfolg.

Erzählt wird die bekannte Geschichte von Moses, dem Stammvater der Israeliten. Er wächst als Findelkind am Hofe des Pharao zusammen mit dessen leiblichen Sohn auf. Erst spät entdeckt Moses seine wahre Herkunft und Berufung und geht daran, mit Hilfe Gottes seinem versklavten Volk zu helfen. Sein Stiefbruder, der inzwischen als neuer Pharao Ramses herrscht, will jedoch das Volk Israel nicht ziehen lassen. Erst als Ägypten von mehreren Plagen heimgesucht wird, deren grausamste, der Tod aller Erstgeborenen ist, wird das versklavte Volk zunächst frei gelassen. Der Pharao lässt es jedoch von Streitwagen verfolgen und plant dessen Vernichtung. Die Teilung des Meeres (phantastisch animiert) rettet die Israeliten und vernichtet die Peiniger.

Der Film hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Bewundernswert die teilweise überwältigend animierten Szenen und aufwändig gestalteten Zeichnungen. Auch der Titelsong "When You Believe" von Whitney Houston und Mariah Carey war ja ein Millionseller. Es ist die Geschichte selbst und der ernste, oft pathetische Ton des gesamten Films, die so recht kein wirkliches Kinovergnügen aufkommen lassen will. "Dreamworks" hätte gut daran getan, nicht gleich mit so einem schweren Stoff zu beginnen, bei deren Verfilmung man krampfhaft bemüht sein mußte, nicht irgendwelchen religiösen Gruppen auf die Füße zu treten.

Immerhin gab es für die Musik von Hans Zimmer und den Titelsong "When You Believe" Nominierungen für den "Golden Globe" und den "Oscar".

Originaltitel The Prince of Egypt
Produktionsfirma DreamWorks Animation
Regie Brenda Chapman, Steve Hickner, Simon Wells
Produzenten Penney Finkelman Cox, Sandra Rabins
Ausführender Produzent Jeffrey Katzenberg
Produktions Designer Darek Gogol
Musik Songs: Stephen Schwartz; Musik: Hans Zimmer
Jahr 1998
Länge 99 Minuten

 

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