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Disneys grosse Pause: Die geheime Mission

Früher gab es meistens den Weg vom Kinofilm zur TV-Serie, jetzt ist es in Mode gekommen den umgekehrten Weg zu gehen. Angefangen hat es mit dem erfolgreichen Kinofilm zu den "Rugrats" (1998/2000), ihm folgten z.B. "Southpark" (1999) und die japanischen Anime wie "Pokemon" (1999-2001) oder "Digimon" (2000). Disney hat sich mit "Doug" (1999) ebenfalls schon diesen Trend angeschlossen. Jetzt folgt mit "Disneys Grosse Pause" (im Original "Recess") der zweite Film nach einer erfolgreichen TV-Serie.
Die Vorteile bei den TV-Kinofilmen sind die geringeren Produktionskosten - schließlich sind Charakterdesign und die Produktionsteams schon vorhanden - bei geringerem Risiko. Man kann sich ziemlich sicher sein, dass die Fans der Serie sich ebenfalls den Film ansehen werden. Die Vorteile sind aber oft genau die Probleme für Nichtfans. Meist landet im Kino ein Film, den man deutlich anmerkt, dass er genauso gut als Dreiteiler im Fernsehen hätte laufen können.

Die Serie und somit auch der Film dreht sich um eine Gruppe von Schülern und ihren Abenteuern an ihrer Schule. Zur Bande gehören der Anführer T.J., Mikey, Spinelli, Gretchen, Vince und Gus. Schuldirektor Prickly darf insbesondere T.J. immer wieder ins Gebet nehmen, wenn einer seiner Streich aufgeflogen ist. Oft ist das Opfer dieser Streiche die Lehrerin Miss Finster, die nicht nur so heißt, sondern auch so aussieht.
Während die Kinder in den großen Ferien sind, spielen sich sonderbare Dinge im Schulgebäude ab. Als T.J. zufällig daran vorbeikommt, sieht er einen Laserstrahl aus dem Dach der Turnhalle kommen. Zwar wird er von finsteren Gestalten vom Gelände gejagt, aber seine Neugier ist jetzt erst recht geweckt. Er entdeckt, dass ein geheimes Labor eingerichtet wird und seltsame Experimente darin vonstatten gehen.
T.J. trommelt seine Freunde zusammen und sie finden heraus, dass der Ex-Direktor der Schule, Dr. Benedict, am ungeheuerlichen Plan arbeitet, die großen Schulferien für immer abzuschaffen. Klar, daß dies die Kinder nicht zulassen können und sie erhalten dabei Hilfe von einer Seite mit der sie eigentlich nicht gerechnet haben.

Schon die TV-Serie zeichnet sich durch ein etwas "raues" Design aus - vergleichbar mit "Pepper Ann", einer weiteren Disney-Schulserie mit coolen Kids und noch cooleren Sprüchen. Der Disney untypische Zeichenstil wird natürlich im Kino beibehalten - Pech für Zuschauer, die nur "Disney" auf dem Filmplakat sehen und sich dann sicherlich verwundert die Augen reiben. Wie so oft schafft zudem das Design der TV-Serie leider nicht, eine Kinoleinwand angemessen zu füllen.
Zumindest bekommt man eine recht unterhaltsame Geschichte geboten, bei der man nicht das Gefühl hat eine gestreckte
20-minütige Fernsehfolge serviert zu bekommen. Positiv wird auch der Soundtrack bewertet, der mit einigen Oldies aufwarten kann.
Insgesamt ist "Disneys Grosse Pause" also für die Kritiker ein eher zweifelhaftes Kinovergnügen: Eine unterhaltsame Story wird zeichnerisch nicht überzeugend umgesetzt.

In den USA spielte der Film nach erfolgreichem Startwochenende (14 Millionen Dollar) dann doch nur insgesamt knapp 36 Millionen Dollar ein. In Deutschland hat es der Film noch schwerer, denn hier ist Fangemeinde der Serie weitaus kleiner.

Originaltitel Disney`s Recess: School`s Out
Produktionsfirma Walt Disney Television Animation. und Jumbo Pictures, USA
Regie Chuck Sheetz
Produzenten Joe Ansolabehere; Paul Germain; Toshio Suzuki; Stephen Swofford, Dave Swuz
Drehbuch Jonathan Greenberg
Story Paul Germain; Joe Ansolabehere; Jonathan Greenberg
Musik Denis M. Hannigan
Jahr 2001
Länge 83 Minuten
Homepage www.disney.de/DisneyKinofilme/GrossePause/home.html

 

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