
Copyright: Klasky/Csupo;
Viacom
Rugrats in Paris - Der Film
Zum zweiten Mal gelingt den kleinen "Teppichkrabblern"
der Sprung auf die Kinoleinwand. Besonders in den USA ist die
TV-Serie weiterhin ein großer Hit und auch der erste Kinofilm spielte in den
USA knapp über 100 Millionen Dollar ein - in Deutschland blieben
die Besucherzahlen weitaus bescheidener. Gleiches droht jetzt dem
zweiten Teil: 76 Millionen Dollar in den USA sind kein
Pappenstiel, doch in Deutschland wird man weiterhin kleinere Brötchen
backen müssen. Hierzulande erreicht die Serie einfach nicht den Kultstatus, den sie in Amerika
genießt.
Weiterhin im Mittelpunkt steht die Familie Pickels: Vater Stu, Mutter Didi, das freche Baby Tommy und sein jüngerer Bruder
Dylan ("Dil") samt Opa Lou und Hund Spike. Dann ist da
noch Angelica, Tommys Cousine, die schon das Krabbelalter
hinter sich hat, der schüchterne Chuckie Finster
mit in allen Himmelsrichtungen stehenden Haaren und die Zwillinge
Lil und Phil.
Diese ganze Rasselbande fällt nun über Europa, genauer gesagt
Paris, her. Hier soll Stu Pickels in "EuroReptarland",
den von ihm entwickelten Reptar-Roboter, eine Art Vergnügungs-Dino,
reparieren. Parkvorsteherin ist die wenig kinderfreundliche Coco
La Bouche, die den Ehrgeiz hat zur Chefin aufzusteigen - dafür
fehlt ihr aber eine intakte Familie. Sie sieht ihre Chance
gekommen als sie erfährt, dass Charles ("Chas")
Finster - Chuckies Vater - Witwer ist.
Ihre unaufrichtigen Annäherungsversuche müssen natürlich
verhindert werden. Die lieben Kleinen legen aber dann erst
richtig los, als in der Stadt der Liebe sogar eine Hochzeit aus
niederen Beweggründen zwischen der berechnenden Coco und dem
naiven Chas droht. Hilfe finden die Kinder bei der jungen Mitarbeiterin Jean Claude, der
ebenfalls die hinterlistigen Pläne ihrer Chefin durchkreuzen
will. Ihr Werkzeug ist dabei der Riesen-Reptar, der jedoch rasch
außer Kontrolle gerät und in Paris so mancherlei zu Bruch gehen
lässt.
"King Kong" und "Godzilla"
lassen grüßen und eine Prise "Jurassic Park" ist auch noch
dabei. Hinzu kommen witzige Verweise auf Filme wie "Der Pate" oder "Susi und
Strolchi". Gut, so genial wie in "Shrek"
wurde die Anspielungen nicht gesetzt, aber der Familienfilm für
Jung und Alt macht dennoch Spaß. Auch wenn man die Fernsehserie nicht kennt,
können Neueinsteiger problemlos der Handlung folgen.
Manko bleibt aber, wie so oft bei solchen Projekten, dass man dem Film anmerkt,
dass er
aus einer Fernsehserie entwickelt wurde. Trotz aufgeblähter
Geschichte und dem verstärkten Einsatz von Computergrafiken, können
die Figuren die Leinwand nur bedingt ausfüllen.
Dank einer überzeugenden Story können Eltern aber nicht viel falsch machen, wenn
sie sich ihre Kinder schnappen und die Abenteuer von kleinen Amerikanern in
Paris anschauen.
Originaltitel |
Rugrats in Paris - The Movie |
| Buch | David N. Weiss; J. David Stem; Jill Gorey |
Produktionsfirma |
Klasky/Csupo; Nickelodeon Movies |
| Produzenten | Gabor Csupo; Arlene Klasky |
| Ausführende/Co-Produzenten | Eryk Casemiro; Albie Hecht; Julia Pistor; Hal Waite |
| Regie | Stig Bergqvist; Paul Demeyer |
| Musik | Mark Mothersbaugh |
| Jahr | 2000 |
Länge |
88 Minuten |
| Internetadresse | rugratsinparis.com |
