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Susi und Strolch2: Kleine Strolche - große Abenteuer
Es dauert über 40 Jahre bevor die Geschichte von "Susi und Strolch"
als Videoveröffentlichung weiter erzählt wird. Die Schuld an der langen
Wartezeit gebe ich den noch erfolgreicheren Disney Hunde-Trickfilm "101
Dalmatiner". Die niedlich - gefleckte Bande deckte das Thema Hunde lange
mit zwei Realfilmen, einer Serie und einer Videofortsetzung ausreichend ab.
Dies führte dazu - so meine Vermutung - dass das berühmte Liebespaar
etwas in Vergessenheit geriet. Zu Unrecht wie sich zeigen sollte, denn als der
Film in den US-Läden stand, blieb er dort meist nicht sehr lange. In der
ersten Woche wurden über 50 Millionen Dollar mit den Videos oder DVDs eingenommen.
Insgesamt waren es 2001 die stolze Summe von 101 Millionen Dollar.
Die meisten Käufer dürften nicht enttäuscht gewesen sein, denn
der Film bringt die Atmosphäre des Originals zurück und wirkt für
heutige Verhältnisse fast schon etwas nostalgisch. So wurde weder an der
zeitlichen Einbettung der Geschichte etwas geändert - was auch schwer gefallen
wäre, denn die Geschichte schließt sich fast nahtlos an den Vorgänger
an. Dann wird mal wieder in einem Disney-Film gesungen und es wird weitgehend
auf Computeranimation oder hektisch - wilde Verfolgungsjagden und atemberaubende
Schnittfolgen verzichtet. Stattdessen steht wieder eine Liebesgeschichte im
Vordergrund, es wird der Familie gehuldigt und ein ruhiges Erzähltempo
angeschlagen. Das macht den Film zwar "uncool", aber so auch für
die ganz jungen Zuschauer sehenswert, ohne dass die Eltern sich dabei langweilen.
Der Nachwuchs aus der ungewöhnlichen Verbindung aus Straßenhund-Mischling
und feiner Cocker-Spaniel Dame wurde ja bereits am Ende des Vorgängerfilms
kurz vorgestellt. Drei Cockerdamen, ganz die vornehme Mama und ein Welpe, der
nicht nur optisch nach dem Papa kommt, bevölkerten damals das Hundekörbchen.
Inzwischen sind einige Monate vergangen und der Nachwuchs tollt nicht nur durchs
Haus, sondern hat auch Namen bekommen. Annette, Collette und Danielle
sind die braven Töchter, während Strolchi (im Original Scamp) das
wilde und ungestüme Temperament seines doch inzwischen ruhiger gewordenen
Vaters geerbt hat. Regeln, Disziplin, gutes Benehmen und selbst regelmäßiges
Baden sind ihm zuwieder und er träumt vom freien, wilden Leben mit einer
Hundebande. Dabei weiß er nicht, dass sein Vater genau diese Vergangenheit
kennt und sie gerne gegen die Geborgenheit und Sicherheit einer Familie getauscht
hat.
Aber Strolchi muss seine Lektion selber lernen und geht stiften. Sein Ziel ist
es in Busters Bande aufgenommen zu werden, die auf dem Schrottplatt leben und
die Stadt unsicher machen. Buster hat jedoch noch eine Rechnung mit Strolchis
Vater offen und lässt ihn gefährliche Aufnahmeprüfungen bestehen.
Zum Glück ist die putzige Hündin Engel an Seite des kleinen Rebellen
und hilft ihm aus der Patsche. Das Ende ist abzusehen: Die Familie der Darlings
wächst um ein weiteres Mitglied.
Kenner des ersten Teils können nicht nur mit den Hauptpersonen des ersten
Teils Wiedersehen feiern, sondern auch Nebenfiguren tauchen wieder auf. Neben
einem kurzen Auftritt von Tante Sarahs und ihren Katzen, sind es vor allem der
Terrier Jock und Trusty, der gemächliche Bloodhound. Dann wurden alte Layouts
und Hintergründe wichtiger Szenen aus dem Original wiederverwendet um das
richtige Flair zu erreichen. Die Droschke des Hundefängers, die im ersten
Teil kaputt ging, findet sich jetzt auf dem Schrottplatz der Hundebande wieder.
Der Hundefänger ist inzwischen motorisiert.
Die Macher haben sich also viel Mühe bei der Fortsetzung gegeben und so
eine gelungene Fortsetzung geschaffen, bei der mir nur das penetrante Hochhalten
der familiären Werte etwas aufstieß.
Originaltitel |
Lady and The Tramp II: Scamp's Adventure |
Produktionsfirma |
Walt Disney Pictures; Walt Disney Television Animation |
Produzent |
Jeannine Roussel |
Regie |
Darrell Rooney; Jeannine Roussel |
Drehbuch |
Bill Motz; Bob Roth |
Originalvorlage |
Ward Greene „Happy Dan, The Whistling Dog" |
Musik |
Melissa Manchester (Songs); Martin Erskine, Danny Troob (Musik) |
Jahr |
2001 |
Länge |
66 Minuten |
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