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Der tapfere, kleine Toaster

In den drei Teilen dieser Trickfilmtrilogie stehen ziemlich ungewöhnliche Protagonisten im Mittelpunkt. Es sind diesmal weder Menschen noch Tiere wie Hunde, Katzen, Mäuse, Vögel oder Hasen noch Kinderspielzeug, sondern ganz einfache Haushaltsgegenstände wie Toaster, Lampe, Staubsauger oder Radio.
Daraus beziehen die Geschichten auch ihren Reiz, denn in Sachen Animation können die Abenteuer des kleinen Toasters nicht überzeugen. Der erste Film konnte sich - trotz der von Kritikern bemängelten schwachen Animation - gut an den Kinokassen behaupten. Es war aber erst die Videoveröffentlichung des ersten Teils, die dann noch zwei weitere Filme als reine Video-Veröffentlichungen mit sich brachten. Dabei wurde der chronologisch dritte Teil vor dem zweiten Teil veröffentlicht - was das sollte wissen wahrscheinlich nicht einmal die Toaster dieser Welt.

Ausgangspunkt der Toaster-Trilogie bildet eine Story des SF-Autors Thomas M. Disch, mit der er auch einige Preise einheimsen konnte.
Die Geschichte beginnt in einem alten Sommerhaus, wo fünf Haushaltsgegenstände von ihren früheren Besitzern, ihren "Meistern" zurückgelassen wurden. Besonders der kleine, rothaarige Junge Rob ist ihnen noch besonders in Erinnerung.
Der tatendurstige Anführer der Apparate ist ein niedlich gezeichneter, frecher, kleiner Toaster. Dann sind da noch eine ängstliche Lampe, eine etwas kindliche Baby-Heizdecke, ein griesgrämiger Staubsauger und ein Kofferradio, das immer passende Kommentare aus Radiosendungen auf Lager hat. Diese fünf Gegenstände beschließen auf Initiative des Toasters, auf die Suche nach ihren "Meister" in die große Stadt zu ziehen.
Mittels einer Autobatterie und eines alten Bürostuhls startet man zu einer abenteuerlichen Reise voller Gefahren. Es droht ein Wasserfall, Treibsand und schließlich sogar die Müllzerkleinerungsanlage. Natürlich gibt es ein Happy End und Rob, der inzwischen auch schon einige Jährchen älter geworden ist, gehört zum Glück zu den Menschen, die nichts wegwerfen können. Und das bringt uns zu Teil 2.


Toaster-Retter

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Der tapfere, kleine Toaster als Retter in der Not

Rob ist inzwischen Student der Veterinärmedizin und steht kurz vor dem Abschluß seiner Examensarbeit. Der Toaster und seine Freunde leben nun auf dem Studentencampus zusammen mit einigen Tieren, die ihr "Meister" bei sich aufgenommen hat:
Maisie, die Katzenmutter mit ihren drei neugeborenen Katzenkindern, Alberto, der Chihuahua, die Schlange Gulliver, der alte, kluge Rhesusaffe Sebastian und die Ratte Ratso. Neben seiner Freundin Chrissie, betreut auch der dubiose Assistent Mack die Tiere.
Rob ist in der Endphase seiner Abschlussarbeit als der Strom auf dem Campus ausfällt und seine gesamte Arbeit komplett gelöscht wird (Der Alptraum eines jeden Studenten!!). Zum Glück gibt es ja den kleinen Toaster, der sich mit seinen Freunden und den Tiere auf die Suche nach der gelöschten Arbeit macht.
Dabei entdeckt der Affe Sebastian zufällig, daß der in Geldsorgen steckende Laborant Mack plant, die Tiere an das Tartarus-Labor zu Tierversuchszwecken zu verkaufen. Es ist schließlich der alte Computerprototyp "Wittgenstein", der verlassen im Unikeller steht, und zum Retter in der Not wird.
Ein gelungener zweiter Teil, der wieder mit niedlichen Charakteren, einer guten Story und teilweise spaßigen Dialogen überzeugen kann.



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Der tapfere, kleine Toaster fliegt zum Mars

Der dritte Teil ist der verrückteste der Trilogie. Der kleine Toaster und seine Freunde haben sich im neuen Haus ihres Meisters gerade eingelebt, als Rob stolzer Vater wird. Die Haushaltsgeräte schließen das neu "Meisterchen" schnell in ihr Herz und schwören sich, alles zu tun, um es vor irgendwelchen Schaden zu bewahren. Dazu soll sich bald Gelegenheit ergeben, denn im Haus geschieht Unheimliches.
So beobachtet der kleine Toaster eines abends das Hörgerät, das der frühere Bewohner im Haus zurückließ. Scheinbar hat es Kontakt zu Außerirdischen und soll zum Mars gebeamt werden. Doch dabei gerät zufällig das krabbelnde Baby in den Strahl und entschwindet in die Lüfte. Klare Sache, daß sich die Geräte ebenfalls zum Mars aufmachen. Rasch wird mit Hilfe des Computers Wittgenstein ein Fluggerät aus Mikrowelle, Wäschekorb, Ventilator und Popcorn gebastelt.
Auf dem Mars angekommen ist dann mächtig viel los: Die Freunde treffen zunächst auf die Raumsonde Viking und die zurückgelassene Weihnachtspuppe Tinselina und dann auf eine Menge Produkte aus der "Wunderlux"-Produktion. Diese Geräte wurden als billige Wegwerfartikel produziert, um ein dickes Geschäft mit Ersatzgeräten zu machen. Die Geräte entgingen jedoch ihrer Verschrottung mit der Flucht zum Mars.
Nun möchte ihr Oberbefehlshaber aus Rache die Erde mit einer Rakete vernichten. Der kleine Toaster tritt jedoch zuvor bei der Wahl zum neuen Oberbefehlshaber gegen ihn an...
Auch im dritten Teil der Toaster-Trilogie kann die launig erzählte Geschichte die schwache Animation wettmachen.

FAZIT: Obwohl Disney draufsteht, darf man bei den Toaster-Filmen nicht die hohen Disney-Animationsstandards erwarten. Die netten Geschichten, mit einigen guten Gags, lassen aber zumindest keine Langweile aufkommen und besonders Kinder werden Toaster & Co. liebgewinnen - hoffentlich fangen sie dann beim nächsten Sperrmüll nicht an, alles wieder ins Haus zurückzuschleppen.

Originaltitel Brave Little Toaster
The Brave Little Toaster to the Rescue
Brave Little Toaster Goes to Mars
Produktionsfirmen Hyperion Pictures; Kushner-Locke Productions
Trickstudios Disney Studios
Produzenten Peter Locke, Thomas L. Wilhite (Toaster)
John Bush (Rescue)
John Bush, Donald Kushner, Thomas L. Wilhite (Mars)
Ausführende Produzenten Willard Carroll, Donald Kushner (Toaster)
Willard Carroll, Peter Locke (Mars)
Regie Jerry Rees (Toaster)
Robert C. Ramirez (Rescue)
Robert C. Ramirez (Mars)
Vorlage Thomas M. Disch
Drehbuch Jerry Rees, Joe Ranft (Toaster)
Willard Carroll (Rescue, Mars)
Jahr 1987/88 (Toaster)
1999 (Rescue)
1998 (Mars)
Länge 89 Minuten (Toaster)
74 Minuten (Rescue)
73 Minuten (Mars)
Internetadresse disney.go.com/DisneyVideos/masterpiece/shelves/toaster/about/about.html

 

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