
Copyright: Rothkirch Film
Tobias
Totz und sein Löwe
Die kleinen Kinobesucher kannten den Tobias Totz bereits aus
dem "Sandmännchen". Nun erlebte der bärtige Zoowärter
also sein erstes Abenteuer auf der großen Leinwand.
Der beste Freund von Tobias ist einsam. Der kleine Löwe wäre so
gerne einmal verliebt und wüsste wie es ist, auf rosa Wölkchen
zu schweben. Ohne lange zu zögern macht sich der verständnisvolle
Tobias auf, um in den Savannen Afrikas nach einer Gefährtin für
seinen einsamen Freund zu suchen. Als der Löwe mitbekommt, dass
sein Herrchen weg ist, schnappt er sich den Heißluftballon von
Paul Pommes und fliegt ihm nach.
Die Probleme gehen aber in Afrika erst richtig los. Die beiden
zwielichtige Wilderer und Großwildjäger Gino und Luigi machen
hier Jagd auf alle wilden Tiere. Darunter auch der Lea, der neuen
Gefährtin des kleinen Löwen. Nur in einem magischen
Vulkankessel, dem Paradies, scheinen die Tiere sicher zu sein.
Der Film zielt auf ein deutlich jüngeres Publikum als es
Disney-Trickfilme heute bedienen. Das Produzenten-Team um Thilo
Graf Rothkirch, das auch die Fernsehtrickfilme herstellt,
versuchte auch nicht den Disney-Stil nachzuahmen. Stattdessen bemühte
man sich in einem aufwendigen Verfahren, die Pastelltöne der
Originalbücher auf die Leinwand zu bringen. Hierfür waren zusätzlichen
Schattierungen notwendig. Dieser Effekt mitsamt warmen, satten
Farben, einem naiven Zeichenstil und kindergerechter Geschichte
bewirkte, dass nur Eltern mit kleineren Kindern sich den Film
anschauten.
Die Konzentration auf die Jüngsten, verhinderte so auch einen
großen Erfolg an den Kinokassen. Lediglich 518.000 Besucher
machten den Film nicht gerade zu einem Renner. Dennoch brachte im
Jahre 2001 dasselbe Produzententeam, einen weiteren Kinofilm für
ein junges Zielpublikum in die Kinos ("Der kleine Eisbär").
| Produktionsfirmen | Munich Animation, Rothkirch Cartoon Film, Stupid Studio |
| Produzenten | Thilo Graf Rothkirch, Eberhard Junkersdorf |
| Regie/Drehbuch | Piet De Rycker, Thilo Graf Rothkirch |
| Drehbuch | Thilo Rothkirch, Bert Schrickel |
| Musik | Nikolaus Glowna, Siggi Müller |
Jahr |
Deutschland, Belgien 1999 |
Länge |
72 Min |
